Interessierte sind herzlich eingeladen, am Dienstag dem 18.12. um 19:00 im offenen Raum des AStA der TU Darmstadt (Gebäude S1/03 Raum 56; Hochschulstraße 1) mit uns und Redakteuren der Zeitschrift GegenStandpunkt zu diskutieren.
Diesmal ist die Weltmacht Europa Thema:
Die versammelten europäischen Staaten sind auch als EU auf dem Feld internationaler Beziehungen engagiert, auf dem es nicht mehr um Handel, Kredit und Währungen, also die ökonomische Konkurrenz um nationalen Kapitalerfolg geht, sondern um die Gewaltverhältnisse, die Konkurrenz der Nationen um ein Einfluss- und Kontrollregime über andere Staaten. Im Nahen und ferneren Osten, auf dem Balkan, nach Osten ausgreifend … überall tritt sie damit in Konkurrenz nicht nur, aber zuvörderst zu den USA, trifft umgekehrt überall auf die Weltmacht, die schon eingemischt ist, entscheidende Fakten setzt und strategische Richtlinien festlegt – also mit ihrer Vormacht praktisch Kriegs- und Friedenslagen definiert. Das lässt die EU-Macher nicht ruhen, das ist und das behandeln sie als eine imperialistische Herausforderung und Bewährungsprobe. Deren Bewältigung gestaltet sich allerdings nach ihren hochgesteckten Maßstäben wenig zufriedenstellend. Denn zu Eingriffen, mit denen sie sich als weltmächtige Konkurrenten bewähren, reichen gemeinsamer Wille und die Mittel Europas nicht hin. Mit ihren Übergängen in die strategische Sortierung und Beaufsichtigung politischer Gewalten auf dem Globus rühren die EU-Imperialisten damit an den fundamentalen Widerspruch ihres Unternehmens. Worin der besteht und wie sie damit umgehen, das soll diskutiert werden.
Siehe auch Artikel „EU 2007 – Fortschritte und Verlegenheiten des Projekts ‚Weltmacht Europa‘“ in GegenStandpunkt 2-07.
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